DIY: Schnüffelmemory nähen – Spiel und Spaß für deine Spürnase

Schnüffelmemory mit Teebeuteln
Schnüffelmemory selber nähen

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Ein Geruchsmemory ist ein spannendes Spiel für deinen Hund, bei dem vor allem seine Nase gefragt ist. Du kannst das Memory in wenigen Schritten ganz einfach selber herstellen, indem du kleine Säckchen nähst, die du mit Teebeuteln oder anderen Dingen füllst.

Bist du auf der Suche nach einer abwechslungsreichen Beschäftigung für deinen Hund, dann könnte Schnüffel- aka Geruchsmemory genau das Richtige für euch sein. Bei diesem Spiel wird die Nase deines Vierbeiners gefordert und du kannst es fast endlos erweitern, sodass deiner Schnüffelnase bestimmt nicht langweilig wird. Das Beste daran ist, dass du es ganz einfach selber herstellen beziehungsweise nähen kannst. Wie das genau funktioniert und wie du mit deinem Hund Memory spielen kannst, möchte ich dir Schritt für Schritt erklären.

Nähanleitung: Schnüffelmemory (für Einsteiger geeignet)

Du musst wirklich kein Nähprofi sein, um das Geruchsmemory herstellen zu können. Eigentlich brauchst dafür noch nicht einmal eine Nähmaschine, obwohl es damit einfach schneller geht – im Zweifelsfall reicht dir eine Nähnadel. Solltest du keine Stoffreste haben, kannst du einfach ein altes T-Shirt, eine abgenutzte Hunde-Fleece-Decke oder eine ausrangierte Gardine nehmen.

Material – das benötigst du für das Memory

Memory Material
Diese Materialien brauchst du für das Schnüffelmemory

Tipp: Die Stoffwahl

Bei der Wahl des Stoffes sind dir fast keine Grenzen gesetzt – vom alten T-Shirt über eine Wachstuchtischdecke bis hin zum Kissenbezug. Nur auf Seide oder andere empfindliche Stoffe solltest du möglichst verzichten, damit die Täschchen nicht zu schnell kaputt gehen. Wir haben eine Variante aus Fleece (blau) und eine aus Baumwolle (grau) genäht. Fleece-, Jersey- oder Softshellstoffe fransen nicht aus, weshalb du dir einen Schritt sparen kannst. Solltest du nur einen Baumwollstoff zur Verfügung haben, ist dies aber auch kein Problem. Wir müssen nur eine zusätzliche Naht machen.

Und so geht’s:

Schritt 1: Zuschneiden und versäubern

Stoffstreifen zuschneiden
2 x Stoffstreifen mit 12 cm x 30 cm zuschneiden

Als Erstes schneidest du dir zwei Stoffstreifen mit den Maßen 30 cm x 12 cm zurecht. Hast du einen Stoff gewählt, der nicht ausfranst (bei uns der blaue Fleecestoff), kannst du direkt zu Schritt 2 springen. Bei einem Baumwollstoff (der graue Stoff) sollte die rechte Seite, also die „schöne Seite“, unten liegen. Eine der kurzen Seiten klappst du nun etwa 1,5 cm um und steckst diese mit Nadeln oder Wonderclips fest.

Nähe den entstandenen Saum nun mit einer Breite von 0,7-1 cm fest. Hast du keine Nähmaschine, kannst du das einfach mit der Hand machen.

Schritt 2: Stoff falten

Stoff gefaltet

Nun geht es an die richtige Faltentechnik. Am besten benutzt du dafür ein Lineal. Hast du einen Baumwollstoff gewählt, sollte die entstandene Naht links von dir sein. Wichtig – dieses Mal die „schöne Seite“ nach oben legen, da wir das Täschchen am Ende umstülpen werden. Messe nun 8 cm von links ab und falte den Stoffstreifen zur Mitte, sodass du den genähten Saum sehen kannst. Als Nächstes wird die andere kurze Stoffseite darüber geklappt, sodass du auf eine Breite von 12 cm kommst. Hast du Fleece oder ein anderes Material gewählt, dass nicht ausfranst, spielt die Seite keine Rolle.

Schritt 3: Feststecken

Faltung mit Wonderclips und Stecknadeln
Mit Stecknadeln oder Wonderclips die Faltung feststecken

Stecke nun beide offenen Seiten mit Nadeln oder Wonderclips fest, damit sich deine Faltung nicht mehr verschieben kann.

Schritt 4: Seiten schließen

Jetzt geht es wieder an die Nähmaschine, beziehungsweise an die Nadel. Die offenen Seiten kannst du nun mit einer einfachen Naht (etwa 0,7-1 cm Abstand zur Stoffkante) schließen. Wenn deine Nahtzugabe großzügig ausgefallen ist, kannst du diese bis kurz vor der Naht zurückschneiden.

Schritt 5: Wenden und fertig!

Fertige Memorysäckchen
Säckchen wenden und schon ist das Memory fertig.

Jetzt hast du es fast geschafft! Du kannst deine Stoffkissen, Säckchen, Täschchen oder wie du sie nennen magst nun einfach wenden und schon kann das Memory-Training beginnen.

Schnüffel-Training

Bevor das Spiel losgehen kann, steht zunächst ein Schnüffetraining an. Schließlich muss dein Hund erst mal begreifen, worum es überhaupt geht. Für den Anfang solltest du deine Fellnase zunächst nur auf einen Geruch konditionieren, wie zum Beispiel auf eine bestimmte Teesorte.

Schritt 1: Den Duft vorstellen

Als Erstes wollen wir den Hund an den Duftstoff gewöhnen. Wichtig ist, dass dein Vierbeiner aufmerksam und nicht bereits müde vom Toben ist. Verstecke den Teebeutel hinter deinem Rücken, hole dann deine Hand nach vorne und benenne den Beutel mit einem Begriff. Sinnvoll ist ein möglichst kurzes und prägnantes Wort, wie zum Beispiel „Tee“ zu wählen.

Schritt 2: Belohnen

Lasse deine Fellnase an dem Teebeutel riechen, zeigt er Interesse und schnüffelt, ist es wichtig, dass du ihn direkt lobst und mit einem Leckerli belohnst. Die Hand wandert zurück hinter den Rücken und das Spiel beginnt von vorne.

Schritt 3: Schnüffeln lassen

Jedes Mal, wenn dein Hund wieder Interesse am Teebeutel zeigt, lässt du sofort das Wort Tee fallen und belohnst deinen Liebling. Seid ihr bereits ein eingefleischtes Klicker-Team, dann sollte dieser Schritt für euch kein Problem sein. (Ansonsten kannst du dich hier in unserem Beitrag zum Clicker-Training schlau machen.)

Schritt 4: Duft im Säckchen verstecken

Nun kannst du den Teebeutel in eines der beiden Duftstäschchen stecken und Schritt 1-3 wiederholen. Hat dein Hund verstanden, worum es geht, nämlich an dem Beutel zu schnüffeln, wenn das Wort „Tee“ fällt, kannst du einen Schritt weitergehen.

Schritt 5: Schnüffeltraining auf dem Boden

Lege das gefüllte Täschchen auf den Boden und belohne deine Fellnase, wenn sie Interesse zeigt und an dem Säckchen schnüffelt.

Schritt 6: Das zweite Säckchen integrieren

Nun kommt das zweite Täschchen ins Spiel. Lege beide nebeneinander auf den Boden und lass den Begriff „Tee“ fallen. Wenn du möchtest, kannst du deinen Hund dafür kurz an einem identischen Teebeutel schnuppern lassen, den du wieder hinter deinem Rücken verschwinden lässt. Schnüffelt dein Hund aufmerksam an dem gefüllten Duftsäckchen, solltest du ihn sofort belohnen.

Schritt 7: Abstand vergrößern

Klappt das problemlos kannst du die Entfernung nach und nach erweitern und deinen Hund mit dem Begriff Tee losschicken. Solltet ihr noch nicht so weit sein, geh einfach einen oder mehrere Schritte zurück, bis zu dem Punkt, an dem das Training noch erfolgreich geklappt hat.

Schritt 8: Endlos erweitern

Das Schnüffelmemory kannst du nun in alle möglichen Richtungen erweitern. Zeigt dein Hund großes Interesse an dem Spiel, könntest du die Kissen zum Beispiel in der Wohnung oder im Garten verstecken. Du kannst auch weitere Säckchen nähen, um das Spiel etwas schwieriger zu gestalten. Natürlich kannst du deinen Hund auch an weitere Düfte gewöhnen. Dafür beginnst du einfach wieder mit Schritt 1.
Hundenase

Mein Tipp zum Schnüffelmemory

Du siehst, es ist ganz einfach, Deinen Hund mit einem Schnüffelmemory zu beschäftigen.

Sollte Dein Hund gar kein Interesse an dem Schnüffelspiel mit nichtessbaren Gerüchen zeigen, kannst du das Training am Anfang auch mit dem Erschnüffeln von Leckerchen gestalten.

Möchtest du nach und nach weitere Gerüche mit Einbringen, um das Spiel aufwendiger zu gestalten, ist es ratsam, deinen Vierbeiner schrittweise auch andere Gerüche schmackhaft zu machen. Dafür gehst du wieder zurück zu Schritt 1.

 

Hast du bereits ein Geruchsmemory für deinen Hund genäht?

Oder andere Spielzeuge und Beschäftigungsmöglichkeiten gebastelt?

Wir freuen uns immer über Erfahrungsberichte oder Tipps und über jeden Kommentar.

 


Bildcredit: Laura


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About Laura 60 Articles
Ich bin Laura, Online-Redakteurin und echte Tierliebhaberin. Als ehemalige Katzenbesitzerin, absolutes Pferdemädchen und Pflegehund-Ersatz-Mama kann ich keinen Unterschied zwischen ihnen machen – ich habe sie alle in mein Herz geschlossen. Meine zweite Leidenschaft gilt dem DIY. Vor allem das Nähen hat es mir angetan – für Mensch und Tier natürlich.

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