Wer möchte nicht gerne einen wohlerzogenen, gut hörenden Hund und das möglichst sofort und ohne viel Aufwand? In der Realität ist Hundeerziehung allerdings eine lebenslange Aufgabe, die sich zudem je nach Lebensalter, Rasse und Umfeld des Hundes unterscheidet.
Nicht jeder hat die Möglichkeit seinen Hund vom Welpenalter an zu trainieren. Und nicht jeder Hund erlebt in der so wichtigen Sozialisationsphase all das, was notwendig ist, um ein ausgeglichener Hund zu werden. Genauso wenig hat jeder Hundebesitzer die Möglichkeit regelmäßig eine Hundeschule zu besuchen. Deswegen findest du hier eine Übersicht über all unsere Beiträge und Ratgeber rund um das Thema Hundeerziehung.
Warum eigentlich Hundeerziehung?
Einen gut erzogenen Hund zu haben, erleichtert das Zusammenleben enorm. Sei es das Alleinebleiben, das lockere Laufen an der Leine, das sichere Zurückkommen oder das Liegenlassen von Fressbarem, all das sind nur ein paar Verhaltensweisen, die dein Hund lernen sollte. Dazu kommen noch die vielen Signale wie Sitz, Platz, Fuß oder Bleib. Je besser dein Hund weiß, wie er sich verhalten soll, umso weniger Probleme gibt es.
Einen Hund, der ständig bellt, weil er Aufmerksamkeit haben möchte, kannst du nicht mit in ein Restaurant nehmen. Einen Hund, der jagt, kannst du nicht frei laufen lassen. Und wenn dein Hund fremde Menschen anspringt, finden diese das garantiert auch nicht lustig. Also musst du deinem Vierbeiner beibringen, welche Verhaltensweisen erwünscht sind und welche nicht.
Zum Glück ist Hundeerziehung kein Buch mit sieben Siegeln. Wichtig ist es zu verstehen, dass du eine andere Sprache sprichst als dein Hund. Deshalb ist es deine Aufgabe, eine gemeinsame Kommunikation mit ihm zu finden, damit ihr euch verständigen könnt.
Hundeerziehung bedeutet also nichts anderes als deinem Vierbeiner zu helfen, sich in der menschlichen Welt zurechtzufinden, um Konflikte mit Menschen oder Tieren zu vermeiden.

Probleme gar nicht erst entstehen lassen
Was ist überhaupt ein Problem bei Hunden? Wenn du abseits auf dem Land lebst, stört es vielleicht niemanden, wenn dein Hund im Garten bellt. Wohnst du dagegen in einer eng bebauten Siedlung, sieht das Ganze schon anders aus.
Ob das Verhalten deines Hundes ein Problem ist, hängt also vom Kontext ab und davon, ob es dich oder dein Umfeld belastet. Was heute noch kein Problem war, kann durch veränderte Lebensumstände zu einem werden. Spätestens dann wirst du dich wahrscheinlich auf die Suche nach Trainingsmöglichkeiten und Lösungen machen.
Am besten ist es natürlich, Verhaltensprobleme gar nicht erst entstehen zu lassen. Das erreichst du, indem du vom ersten Tag des Zusammenlebens mit deinem Hund übst, wie er sich richtig verhalten soll.
Manches Verhalten entsteht aber auch durch äußere Einflüsse. Eine Beißerei kann zum Beispiel dazu führen, dass dein Hund Angst vor Artgenossen entwickelt.
Es gibt also Probleme, die du durch Erziehung beeinflussen oder vermeiden kannst und es gibt welche, die durch äußere Umstände entstehen.

Welche Möglichkeiten der Hundeerziehung gibt es?
In der Hundeerziehung gibt es viele unterschiedliche Methoden, die teilweise auf veraltetem Wissen oder falschen Annahmen beruhen. Es ist daher sinnvoll, sich näher mit diesem Thema zu befassen.
Erziehungsmethoden, die deinem Hund Schmerzen zufügen, ihm Angst machen oder ihn einschüchtern, führen genau zu dem, was du vermeiden möchtest: zu Problemen! Jegliche Form der Gewalt, und dazu zählt auch Einschüchterung, kann das Vertrauen deines Hundes in dich tief schädigen.
Hundeerziehung, die auf positiver Verstärkung beruht, kommt ohne solche Mittel aus.
Hier liegt der Fokus darauf, erwünschtes Verhalten zu fördern und unerwünschtes Verhalten zu verhindern. Ganz ohne deinen Hund zu ängstigen oder ihm Schmerzen zuzufügen. Um deinen Hund abwechslungsreich zu belohnen – nicht bloß mit Futter – ist es notwendig, dass du dich intensiv mit seinen Bedürfnissen befasst. Und natürlich beinhaltet diese Form des Trainings auch, dass du deinen Vierbeiner förderst und forderst.
Das Ergebnis ist eine Beziehung zu deinem Hund, die auf Vertrauen und Sicherheit basiert.

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Bei der Verfassung und Überarbeitung unserer Artikel rund um die Hundeerziehung werden wir von Nima Ashoff unterstützt, die jahrelange Erfahrung als Hundetrainerin aufweisen kann.
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Fehlt dir noch ein Thema oder brauchst du Unterstützung vor Ort? Im Netzwerk «Trainieren statt Dominieren» findest du über ganz Deutschland verteilt Trainer und Trainerinnen, die nach dem Prinzip der positiven Verstärkung gewaltfreies Hundetraining praktizieren.
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Was kann ich gegen jaulen machen? Meine Hündin jault wenn wir aus dem Haus gehen, nachts wenn wir ins bett gehen. …die Nachbarn haben sich schon Beschwerd.
Was kann ich gegen jaulen machen? Meine Hündin jault wenn wir aus dem Haus gehen, nachts wenn wir ins bett gehen. …die Nachbarn haben sich schon Beschwerd.
Hallo Melanie,
es ist ganz schwierig aus der Ferne da einen richtigen Tipp zu geben. Dafür fehlen mir einfach zu viele Informationen.
Wichtig ist es, sich bewusst zu machen, dass ein Hund nicht ohne einen Grund jault!
Du kannst Dich gerne mit mehr Informationen wieder melden, damit ich Dir einen geeigneten Tipp geben kann.
Liebe Grüße Steffi
Wie kann ich am besten meinen Hunden bei bringen das sie auf mich hören ? Sie hören nur dann wenn man ihnen was zu essen gibt aber ansonsten hören sie nicht.
Wie kann ich am besten meinen Hunden bei bringen das sie auf mich hören ? Sie hören nur dann wenn man ihnen was zu essen gibt aber ansonsten hören sie nicht.
Hallo Sandra,
wir haben gerade heute einen neuen Artikel veröffentlicht, der sich mit dem Thema «Mein Hund hört nicht – warum nur» beschäftigt.
Ansonsten kann ich Dir zu diesem Thema das Online Hundetraining ans Herz legen, mit dem Du über Wochen mit Deinen Hunden an ihrem Gehorsam übst.
Liebe Grüße von Steffi
Hallo, ich habe eine drei jährige Bolonka Hündin. Meine Frage ist, wie ich sie dazu bringe, in einer neuen Umgebung ihre Geschäfte zu erledigen.
Klar ist mir, dass das irgendwann passiert, wenn sie wirklich muss, aber sonst klappt dies ja auch, wenn man mit ihr in der aktuell bisher gewohnten Umgebung spazieren geht.
In der neuen Umgebung gibt es leider keinen Garten. Meinen Sie, dass es nützlich ist, wenn ich ihr einen Sandkasten mit Gras biete auf der Terrasse, damit sie hier rein geht ?
Ich würde mich über eine Antwort / einen Rat freuen.
Liebe Grüße
Claudia mit Kija
Hallo liebe Claudia,
für Hunde ist einer neuen Umgebung immer erst mal sehr aufregend. Es riecht dort nach fremden Hunden und gerade etwas unsichere Hunde wollen dann durch ihr Geschäft keine Duftmarke in dem Revier von fremden Hunden hinterlassen.
Hier musst du einfach noch etwas geduldig sein mit deiner Hündin und ihr viel Zeit geben.
Die Idee mit dem Sandkasten kann auch nach hinten losgehen, denn so kann sich deine Hündin eventuell auch daran gewöhnen, ihr Geschäft nur noch zu Hause zu machen.
Am besten bleibst du einfach entspannt, das Problem wird sich bestimmt mit der Zeit lösen.
Alles Liebe für euch
Alica vom Redaktionsteam