Das richtige Futter für Welpen – darauf solltest du achten

Müde Akita-Inu Mama schläft zusammen mit ihren 6 Welpen

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Damit ein Welpe von Anfang an gesund aufwachsen kann, gibt es beim Füttern und der Wahl des Futters einige Punkte beachten. Denn Welpen haben andere körperliche Voraussetzungen und Bedürfnisse als erwachsene Hunde und brauchen daher spezielles Futter.

Wie du deinen Welpen von Anfang an richtig fütterst und wie du das passende Welpenfutter findest, kannst du hier nachlesen.

Hundefutter für Welpen – die Gewöhnung

Während Welpen in den ersten Lebenswochen noch von ihrer Mutter mit Muttermilch versorgt werden, benötigen sie nach der Entwöhnung ein spezielles Welpenfutter.

Um es Welpen einfach zu machen, sich an das neue Futter zu gewöhnen, sollte zunächst mit breiähnlichem Nassfutter für Welpen begonnen werden. Du kannst auch Trockenfutter nutzen, dieses sollte dann aber gemahlen und mit der dreifachen Menge an lauwarmem Wasser zu einem Brei vermischt werden. Denk daran, dass das Gebiss des Welpen noch nicht vollständig ausgebildet ist und er noch ein Milchgebiss mit empfindlichen Zähnchen hat.

Nach einer ersten Eingewöhnungsphase nehmen Hundewelpen nehmen das Futter meist sehr gut an. Dann kann das zugeführte Wasser langsam reduziert werden, bis die Kleinen das Futter unverdünnt fressen.

Welches Welpenfutter ist das beste? Das solltest du bei der Auswahl beachten

Bei der Wahl des passenden Futters für Welpen ist es essenziell wichtig, dass du ein hochwertiges Futter fütterst. So vermeidest du Verdauungsproblemen, wie beispielsweise Erbrechen und Durchfälle.

Ein qualitativ gutes Futter für Welpen sollte den  Energie- und Eiweißbedarf des Welpen abdecken. Getreide sollte nur in geringen Mengen oder am besten gar nicht enthalten sein. Besser und gesünder als Getreide sind z.B. Kartoffeln als Kohlenhydratlieferanten.

Ein gutes Hundefutter für Welpen erkennst du vor allem an folgenden Kriterien:

  • Das Futter muss als Alleinfutter deklariert sein.
  • Es muss speziell als Futter für Welpen gekennzeichnet sein.
  • Es sollte einen hohen Fleischanteil haben und am besten kein Tiermehl enthalten. Der Fleischanteil sollte außerdem in Muskelfleisch und Innereien aufgeschlüsselt sein.
  • Künstlichen Zusatzstoffe wie Aromen, Farbstoffe, Lockstoffe oder Konservierungsmittel sollten nicht enthalten sein.
  • Zucker, auch in Form von Melasse, Glukose oder Fruktose, ist ebenfalls tabu.
  • Die Zutaten sollten alle möglichst natürlich und naturbelassen sein.
  • Alle Zutaten sollten Lebensmittelqualität haben.
  • Der Getreideanteil sollte nur gering sein. Besser als Getreide ist ein Gemüseanteil.
  • Das verwendete Fleisch sollte im Idealfall von Tieren aus Bio-Haltung kommen.

Hier findest du Beispiele für gutes Welpenfutter:

Letzte Aktualisierung am 28.11.2021 / Bei den Verlinkungen handelt es sich um Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Optimale Versorgung mit notwendigen Nährstoffen

Bei Welpen spielt richtige Zusammensetzung des Futters eine große Rolle.  Neben Nährstoffen wie Eiweiß, Spurenelementen und Vitaminen ist eine optimale Versorgung mit Kalzium und das richtige Verhältnis zwischen Kalzium und Phosphor besonders wichtig! Denn diese Mineralstoffe werden für eine gesunde Knochenentwicklung und das Zahnwachstum benötigt. Insbesondere für größere Hunderassen ist eine ideale Versorgung mit Kalzium und Phosphor essenziell.

Wenn der Bedarf des Welpen an Energie und Nährstoffen nicht ausreichend gedeckt ist, kann es zu Mangelerscheinungen und Erkrankungen kommen. Aber auch wenn das Futter zu energiereich und die Energiezufuhr zu hoch ist, kann das Folgen haben: Dies führt zu einem zu schnellen Wachstum der Knochen, wodurch Gelenkschäden vor allem bei großen Rassen vorprogrammiert sind.

Und auch eine Überversorgung mit Calcium und Phosphor während des Knochenwachstums kann zu Problemen führen, da die Knochen dadurch spröde werden und absplittern können.

Falls du dir bei der Auswahl des Futters oder dem richtigen Nährstoffgehalt unsicher bist, solltest du dich daher sicherheitshalber an deinen Tierarzt oder einen Ernährungsberater wenden.

Verschiedene Hundefutter Sorten und frisches Fleisch umringt von Gemüsesorten
Ein hochwertiges Welpenfutter versorgt dein Hundekind optimal.

Wie oft sollte man Welpen füttern?

Der Magen eines Welpen kann größere Futtermengen in den ersten Lebensmonaten noch nicht ausreichend verdauen. Daher sollten vor allem kleine Welpen im Alter von acht bis 16 Wochen nicht nur ein- oder zwei-mal am Tag gefüttert werden. Besser sind drei oder vier kleinere Futterrationen über den Tag verteilt. 

Wenn dein Hundekind einmal nicht fressen mag, ist das nicht schlimm, denn nicht jeder junge Hund schafft es, regelmäßig zu fressen. Biete ihm dann einfach nach einigen Stunden nochmals eine kleine Portion an.

Wenn dein Junghund älter wird, kannst du den Fütterungsrhythmus langsam umstellen. Ab circa fünf Monaten reichen dann zwei Mahlzeiten pro Tag. Du kannst dann auch auf eine Mahlzeit pro Tag umstellen, allerdings gibt es viele Hunde, die mit mehreren Rationen besser zurechtkommen als nur einmal am Tag mit einer großen Portion.

Die richtige Menge: Wie viel sollte man Welpen füttern?

Ein Fehler, der bei der Fütterung von Welpen leider immer wieder vorkommt, ist eine Überversorgung bzw. Überfütterung. Dadurch kann es zu Übergewicht oder  ernsthafte Skeletterkrankungen im Erwachsenenalter kommen.

Leider kommt eine Überfütterung bei Welpen recht häufig vor, da du deinem Welpen nicht ansiehst, dass er zu viel Futter bekommt. Denn er wird in diesem Fall nicht sichtbar zunehmen, sondern stattdessen einfach schneller wachsen. Die noch nicht ausgewachsenen und noch weichen Knochen werden dabei zu stark belastet, wodurch ein gesundes Wachstum nicht mehr möglich ist.

Achte deshalb darauf, dass du die Futtermenge unbedingt an die an Alter und Größe anpasst und dich an die empfohlene Futtermenge des Herstellers hältst! Am besten wiegst du das Futter ab, um dich nicht zu verschätzen.

Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, kann dir eine Kalorienbedarfstabelle für Hunde im Wachstum oder auch eine berechnete Wachstumskurve helfen. Diese bekommst du bei deinem Tierarzt oder einem Ernährungsberater.

Achtung: Auch zusätzliche Leckerbissen wie Kausnacks und Leckerlis haben viele Kalorien und müssen berücksichtig werden! Daher gilt: Auch wenn es schwerfällt, den süßen Welpenaugen zu widerstehen, denke daran, dass du deinem Hundekind mit zu vielen Leckerbissen keinen Gefallen tust!

Wichtig: In den kalten Wintermonaten oder bei etwas größerer körperlicher Anstrengung benötigt dein Hund ein wenig mehr Futter.

Nicht nur junge Schäferhunde brauchen viel Bewegung.
Gerade große Welpen sollten mit Bedacht gefüttert werden, um ein optimales Knochenwachstum zu gewährleisten.

Wie lange sollte man Welpenfutter füttern ?

Sicherlich fragst du dich, ab wann du kein Welpenfutter mehr füttern brauchst und wann du auf Erwachsenenfutter umstellen kannst. Dazu gibt es keine pauschale Antwort, denn es kommt ganz auf deinen Hund und das verwendete Futter an.

Zuerst einmal solltest du deinen Welpen auf passendes Juniorenfutter umstellen, bevor du zu adultem Hundefutter wechselst. So gibt es angepasstes Juniorenfutter für jeden Lebensmonat des Welpen.

Generell gilt die Regel, dass dein Welpe das Juniorenfutter so lange bekommen sollte, bis er das Gewicht erreicht hat, was er als erwachsener Hund wiegen sollte. 

Das kann bei kleinen Rassen schon mit circa sechs Monaten der Fall sein, bei großen Rassen und Riesenrassen kann es hingegen 15 bis 20 Monate dauern. Wenn du dir bei deinem Junghund unsicher bist, wann du das Futter umstellen sollst, ist auch hier ein Ernährungsberater ein guter Ansprechpartner.

Gerade bei größeren Hunderassen sollte auf ein längeres Füttern von energiehaltigem Futter für Welpen verzichtet werden, da dadurch ein zu schnelle Wachstums begünstigt wird, wodurch Erkrankungen, wie beispielsweise Ellbogen- und Hüftgelenk-Dysplasie, entstehen.

Wichtig bei jeder Umstellung ist, dass du das Futter nicht abrupt vom einen auf den anderen Tag umstellst, sondern langsam und Schritt für Schritt vorgehst. Denn eine plötzliche Futterumstellung kann zu Verdauungsbeschwerden führen.

Am besten planst du dafür mindestens fünf Tage ein und stellst das Futter folgendermaßen um: am ersten Tag gibst du 80 % des Juniorenfutters und 20 % des neuen Futters. Am zweiten Tag 60 % des bisherigen und 40 % des neuen Futters. Am dritten Tag 40 % des bisherigen und 60 % des neuen Futters, usw. Am fünften Tag bekommt dein Junghund dann zu 100 % das neue Futter.

Hast du dir schon einmal Gedanken um die richtige Welpenfütterung gemacht?

Wie fütterst du dein Hundekind?

Wir freuen uns wie immer über jeden Kommentar!


Bildcredit: (c) nkarol - Fotolia.com


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About Steffi 604 Articles
Ich bin Steffi, bekennende Tiernärrin, Dosenöffner für ehemals drei Kater und aktuell zwei portugiesische Herdenschutzhunde, davon einen Junghund. Ich möchte mit meinen Beiträgen allen Tierbesitzern helfen, ihre Lieblinge noch besser zu verstehen.

3 Comments

  1. Hey, ich denke, solche Artikel sollten sich viele Hunde bzw. Welpenhalter durchlesen und zu Herzen nehmen. Denn bei Welpen und ihrer Ernährung sollte auf vieles geachtet werden, was leider viel zu oft vernachlässigt wird. Also vielen Dank für diesen Artikel.
    LG :)

  2. Hey, ich denke, solche Artikel sollten sich viele Hunde bzw. Welpenhalter durchlesen und zu Herzen nehmen. Denn bei Welpen und ihrer Ernährung sollte auf vieles geachtet werden, was leider viel zu oft vernachlässigt wird. Also vielen Dank für diesen Artikel.
    LG :)

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