Hundehaftpflicht: Die wichtigste Versicherung für deinen Hund!

Mit Vergleichsrechner

Es ist schneller etwas passiert, als jeder Hundebesitzer wahrhaben möchte.

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Du bist einen Moment nicht aufmerksam gewesen und schon ist es passiert! Dein Hund rennt vor ein Fahrrad und verursacht einen Unfall. Dabei verstaucht sich der Radfahrer das Handgelenk. Nicht weiter schlimm, denkst du dir, bis du erfährst, dass er ein Profigeiger ist, der jetzt sechs Wochen Verdienstausfall wegen einer abgesagten Tour von dir verlangt. Schon wird aus einer kleinen Unaufmerksamkeit ein ganz großes Übel!

In einer solchen Situation hilft dir nur eine Hundehaftpflichtversicherung weiter. Was es damit auf sich hat und warum du als Hundehalter unbedingt eine solche Haftpflichtversicherung brauchst, kannst du hier nachlesen. 

 

Was ist eine Hundehaftpflicht und wer braucht sie?

Eine Hundehaftpflicht ist eine Versicherung, die dich als Hundebesitzer davor schützt, für Schäden zahlen zu müssen, die dein Hund verursacht hat. Dabei ist es vollkommen unerheblich, bei wem die Schuld liegt. Sobald dein Hund involviert ist und ein Sach-, Personen und Vermögensschaden vorliegt, tritt diese Versicherung in Kraft und übernimmt die anfallenden Kosten.

Das bedeutet, dass eine Hundehaftpflichtversicherung die absolut wichtigste Versicherung für Hunde beziehungsweise Hundehalter ist. Denn andere Versicherungen, wie z.B. deine private Haftpflichtversicherung, greifen nicht, sobald es um deinen Hund geht. Um auf der sicheren Seite zu sein, sollte deshalb jeder Hundehalter eine Hundeversicherung für seinen Hund haben.

Bestimmungen je nach Bundesland

Je nachdem in welchem Bundesland in Deutschland du lebst, kann es sogar Pflicht sein, eine Tierhalterhaftpflicht abzuschließen.
Diese ist in den folgenden Bundesländern rechtlich vorgeschrieben:

Das einzige Bundesland, das dir frei stellt, ob du eine Hundehaftpflicht abschließen möchtest oder nicht ist Mecklenburg-Vorpommern.

In den anderen Bundesländern ist die Frage nach der Tierhalterhaftpflicht für deinen Hund nicht ganz so eindeutig geregelt. Denn in diesen Bundesländern brauchst du dann eine Hundehaftpflicht, wenn dein Hund schon einmal auffällig geworden ist oder wenn er als Kampfhund gelistet wurde:

Dabei werden die Bestimmungen, was genau ein Kampfhund ist und wie die Haltung geregelt ist, von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich gehandhabt. Du kannst sie aber bei Unsicherheiten bei den zuständigen Behörden erfragen.

In Nordrhein-Westfalen findet die Regelung der Pflichtversicherung nicht nur bei Kampfhunden sondern auch bei großen Hunden Anwendung. Als große Hunde gelten solche, die größer als 40 cm oder schwerer als 20 kg sind. Hundebesitzer solcher Hunde (sowie von Kampfhunden) müssen eine Hundehaftpflichtversicherung abschließen.

Was bezahlt die Hundehaftpflichtversicherung?

Kurz gesagt zahlt diese Hundeversicherung bei allen Schäden an Dritten, die durch deinen Hund verursacht worden sind. Dabei sind im Allgemeinen sowohl die Schäden an einer Person sowie an einem Gegenstand versichert. Das heißt in unserem Beispiel würde die Versicherung sowohl das beschädigte Fahrrad als auch die Arztkosten und Verdienstausfälle des Geigers bezahlen.

Dabei geht es allerdings immer um die Gesundheit oder das Eigentum Dritter. Schäden, die dein Hund an deinem eigenen Eigentum oder dir selber verursacht, werden somit nicht von deiner Hundehaftpflicht übernommen. Gleiches gilt, wenn du grob fahrlässig handelst, also dein Hund nicht angeleint ist, obwohl in einem Gebiet Leinenpflicht besteht.

Die genauen Bedingungen deiner Hundehaftpflicht kannst du immer auch in den Versicherungsunterlagen nachlesen.

Ein junges Paar mit Fahrrädern auf einem Waldweg daneben läuft ein Hund
Mit einem Hund kann immer mal etwas passieren. Dann ist es gut, wenn du abgesichert bist.

Deckungssumme

Je nachdem bei welchem Versicherungsnehmer du deine Hundehaftpflicht abschließt, ist die Deckungssumme unterschiedlich hoch. Oftmals kannst du bei Abschluss der Versicherung zwischen verschiedenen Höhen wählen. Dabei bedeutet eine höhere Deckungssumme auch einen höheren monatlichen Beitrag.

Doch was ist eigentlich eine Deckungssumme?

Die Deckungssumme ist die höchste Summe, die deine Versicherung dir pro Schadensfall zahlt. Bei unserem Beispiel mit dem verunfallten Geiger bedeutet eine Deckungssumme von beispielsweise 500.000 €, dass deine Versicherung auch nur maximal 500.000 € an Behandlungs-, Reparatur- und Verdienstausfällen zahlt. Sollte bei dem Unfall nun nicht nur der Geiger verletzt, sondern auch seine Stradivari beschädigt worden sein, so werden dir die 500 000 € nicht reichen. Da diese aber die Deckungssumme ist, die du vereinbart hattest, bekommst du auch nicht mehr Geld von der Versicherung, sondern musst den Rest selber zahlen.

Du siehst, dass es sich also durchaus lohnt, wenn du die monatlichen Beiträge etwas erhöhst, um eine höhere Deckungssumme zu bekommen.

Denn auch wenn das Beispiel mit der Stradivari nicht so alltäglich sein wird, so gehen auch Behandlungskosten bei Personenschäden sehr schnell in hohe sechsstellige Bereiche.

Vermögens- und Personenschäden

Bei einer Haftpflichtversicherung wird zwischen Personen- und Vermögensschäden unterschieden.

Personenschäden sind durch einen Unfall jedweder Art mit Beteiligung deines Hundes entstandene Verletzungen eines Menschen. Durch eine Hundehaftpflicht werden die Behandlungs- und Folgekosten der Verletzungen bezahlt. Bei manchen Hundehaftpflichtversicherungen umfasst der Versicherungsschutz auch Schmerzensgeld für den Verletzten. Ob das der Fall ist, solltest du vor Abschluss der Versicherung klären, um im Schadensfall gerüstet zu sein.

Vermögensschäden sind, wie der Name schon sagt, Schäden an einem Gegenstand. Gemeint ist damit der Besitz eines Dritten. Wenn also dein Hund auf die Straße rennt und zwei Autos zusammenstoßen, weil sie ihm ausweichen, dann zahlt deine Versicherung die Schäden an den Autos. Oder aber dein Hund wirft die Kristallvase deiner Oma um und diese geht kaputt. Auch das ist ein Vermögensschaden, der in deiner Hundehaftpflicht enthalten sein soll. Allerdings ist die Vase deiner Oma nur versichert, wenn sie eine eigene Wohnung hast. Solltet ihr alle unter einem Dach leben, dann zahlt die Hundehaftpflicht hier nicht.

Denn Gegenstände und Besitztümer von dir und mit dir und deinem Hund in einem Haushalt lebenden Personen sind nicht über deine Hundehaftpflicht abgesichert. Das ist ja auch bei deiner privaten Haftpflicht der Fall.

Vor Abschluss der Versicherung solltest du außerdem schauen, in welchem Fall der Versicherungsschutz ausgeschlossen ist. Denn manche Versicherungsanbieter schreiben vor, dass dein Hund immer angeleint sein muss. Ist er das nicht, dann zahlt die Hundehaftpflicht nicht. Du solltest also die Versicherungsbedingungen gut lesen und vor Abschluss miteinander vergleichen.

Wenn du ihnen keine Aufgabe gibst, suchen sich Australian Shepherd und Deutscher Schäferhund eine - die dir wahrscheinlich nicht gefällt.
Hunde können schnell alle möglichen Schäden verursachen, wenn man sie aus den Augen lässt. 

Wer ist mitversichert?

Eine weitere wichtige Frage, die du vor Abschluss deiner Hundehaftpflicht klären solltest, ist die Frage danach, wer dort versichert ist. Bist es nur du, der Hundebesitzer oder sind auch Hundesitter mitversichert?

Mittlerweile erstreckt sich der Versicherungsschutz oftmals auch auf alle andere Aufsichtspersonen und sogar auf private Hundesitter, die deinen Hund beaufsichtigen. Denn eigentlich ist ja dein Hund versichert und nicht du selbst als Hundebesitzer. Dieser Schutz erstreckt sich aber meist nicht auf gewerbliche Hundesitter. Das heißt, wenn dein Nachbar ab und an mal auf deinen Hund aufpasst oder mit ihm Gassi geht, weil du dir den Fuß gebrochen hast, dann ist er versichert.

Bringst du deinen Hund aber regelmäßig in eine Hundetagesstätte oder kommt im Urlaub jeden Tag ein Hundesitter bei dir vorbei, dann ist dein Hund nicht mehr abgesichert! In beiden Fällen müssen die professionellen Hundesitter eine extra Versicherung abschließen. Und du solltest, bevor du deinen Hund in ihre Obhut gibst, danach fragen, um im Fall der Fälle nicht auf den Kosten sitzen zu bleiben.

Mietsachschäden

Bei manchen Versicherungsanbietern kannst du Mietsachschäden mit in deine Hundehaftpflichtversicherung  einschließen. Das heißt nun allerdings nicht, dass damit die Schäden in deiner Mietwohnung bezahlt werden. Sondern es bedeutet, dass wenn dein Hund im Hotel oder Feriwenwohnung etwas zerstört, diese Kosten versichert sind. Gleiches gilt für Türen, Fenster und Holzböden von Freunden. Teppiche hingegen zählen in der Regel zu den Vermögensschäden und sind daher sowieso versichert.

Welche Hundehaftpflicht ist die beste und was kostet sie?

Es ist sehr schwer zu sagen, welche Hundeversicherung die beste ist. Dafür hängt es zu stark von den verschiedenen Faktoren ab:

  • In welchem Bundesland lebst du?
  • Zu welcher Hunderasse gehört dein Liebling?
  • Wie viele Hunde hast du?
  • Sind es reine Haustiere oder gehst du mit ihnen zu Turnieren, Hundeschlittenrennen oder dergleichen mehr? Oder sind es sogar Schutz-, Begleit- oder Therapiehunde, mit denen du dein Geld verdienst?
  • Züchtest du?
  • Fährst du viel mit deinem Hund weg?

All das sind Fragen, die das Ergebnis beeinflussen, welche Hundehaftpflichtversicherung die beste für dich ist. Auch dein eigenes Alter, die Laufzeit der Versicherung und die Höhe der Deckungssumme und der Selbstbeteiligung sind Faktoren, die die Kosten beeinflussen.

Die Kosten belaufen sich aber in der Regel auf einen ein- bis maximal niedrigen zweistelligen Beitrag im Monat. Zum Beispiel würdest du einen Deutschen Schäferhund bei der Hundehaftpflicht von PETPROTECT mit einer Deckungssumme von 12 Mio Euro und einer Selbstbeteiligung von 150 Euro für 7,50 € im Monat versichern können. Und praktischerweise kannst du diese Versicherung täglich kündigen.

Auch, wenn du mehrere Hunde versichern möchtest, ist das nicht besonders kostspielig.
Bei zwei Mischlingshunden, die nicht unter die gefährlichen Rassen fallen, fangen die Beiträge bei 71,63 Euro pro Jahr an und können bis 135,66 Euro hochgehen.

Ein wenig schwieriger wird es bei Hunden, die in den einzelnen Bundesländern zu den gefährlichen Hunden zählen. Manche Versicherungen versichern diese gar nicht. Hier kommt es ganz auf die einzelnen Versicherungen an, wie hoch der Beitrag für diese Hunde ist. Meist liegt er aber etwas höher, als für nicht eingestufte Hunderassen.
Wichtig: Hast du einen Mischling, bei dem ein Listenhund mitgemischt hat, solltest du das unbedingt angeben. Sonst kann dir die Versicherung im Falle eines Schadens die Zahlung verweigern.

Die Hundehaftpflicht von PETPROTECT

Bei PETPROTECT findest du ganz einfach die passende Haftpflichtversicherung für deinen Hund. Du kannst zwischen zwei Varianten wählen, dem starken Schutz und dem Top-Schutz.

Somit bist du weltweit vor allen Schadenaforderungen geschützt und kannst die Versicherung dazu auch täglich kündigen, wenn du keinen Bedarf mehr hast.

Mehr Informationen findest du hier: Hundehaftpflichtversicherung von PETPROTECT

Hundehaftpflichtversicherung im Vergleich

In unserem Vergleichsrechner zu den Hundehaftpflichtversicherungen kannst du unverbindlich vergleichen, welche Hundehaftpflichtversicherung die günstigste ist. Du kannst die verschiedenen Parameter verändern und siehst direkt dein Ergebnis.

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Achte auf die Leistungen

Bevor du dich für eine Versicherung entscheidest, achte auf die genauen Leistungsbeschreibungen. Soll ein Auslandsaufenthalt mitversichert sein? Dürfen andere Personen auf deinen Hund aufpassen? Besteht laut ein Leinenzwang? Übernimmt die Versicherung Schäden, die dein Hund an Mietobjekten anrichtet?

Es kann letztendlich durchaus sinnvoll sein, lieber mehr zu zahlen, als am Ende auf den Kosten eines Schadens sitzenzubleiben.

Steuerliche Absetzbarkeit

Tatsächlich kannst du deine Hundehaftpflicht bei der Steuererklärung geltend machen. Sie wird gemeinsam mit deiner Renten- und Krankenversicherung bei den „Vorsorgeaufwendungen“ als Sonderausgabe mit einbezogen.

Nutzt du deinen Hund beruflich als Diensthund beispielsweise bei der Polizei oder als Blindenhund, dann kannst du auch die Futter- und Pflegekosten deines „Arbeitsmittel Hund“ von der Steuer absetzen.

Keine Hundehaftpflichtversicherung – und wer zahlt nun?

Auf diese Frage gibt es eine sehr einfache Antwort: Du selbst. Denn keine andere Versicherung springt für Schäden ein, die durch oder in Verbindung mit deinem Hund verursacht worden sind. Und wenn du Pech hast und aus einer kleinen Unaufmerksamkeit ein großer Schaden entsteht, dann zahlst du sehr viel und sehr lange.

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Auch der liebste Hund kann mal einen schwachen Moment haben!

Ab wann sollte ich eine Hundehaftpflicht abschließen?

Ab dem Tag, an dem ein Hund bei dir einzieht, bist du für Schäden verantwortlich, die er verursacht. Gerade die ersten Tage und Wochen mit einem neuen Familienmitglied sind aufregend und schnell ist etwas passiert, mit dem du vorher nicht gerechnet hast. Deshalb solltest du schon im Vorfeld eine Haftpflicht für deinen Vierbeiner abschließen und nicht erst, wenn er schon eingezogen ist. Dabei spielen das Alter oder die Herkunft deines Hundes keine Rolle. Für einen kleinen Welpen, der neu zu dir kommt, benötigtst du genauso einen Versicherungsschutz wie für einen Hund aus dem Auslandstierschutz.

Die Haftpflichtversicherung beginnt mit dem Datum, das in der Police – dem Versicherungsschein – genannt ist. Bis zur Bezahlung gilt sie als vorläufig. Zahlst du den Erstbetrag nicht innerhalb von 14 Tagen, dann wird die Versicherung rückabgewickelt. Das heißt, es besteht kein Schutz und auch keine Versicherung.

Du kannst nicht alle Ereignisse vorausahnen und manchmal kommen dumme Zufälle zusammen und selbst der liebste Hund der Welt hat manchmal einen schwachen Moment. Damit du dich nicht für den Rest deines Lebens ärgerst, solltest du lieber vorsorgen und für ein paar Euro eine Hundehaftpflicht abschließen.


Bildcredit: (c) kichigin19 - Fotolia.com


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About Steffi 609 Articles
Ich bin Steffi, bekennende Tiernärrin, Dosenöffner für ehemals drei Kater und aktuell zwei portugiesische Herdenschutzhunde, davon einen Junghund. Ich möchte mit meinen Beiträgen allen Tierbesitzern helfen, ihre Lieblinge noch besser zu verstehen.

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