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Die Burmilla ist eine noch weitgehend unbekannte Katzenrasse, die in Deutschland sehr selten vorkommt. Es gibt nur wenige Züchter, die sich mit dieser wunderschönen silberfarbenen Rasse beschäftigen. [Artikel lesen]

Steckbrief Burmilla

Einzelheiten zur Burmilla
Größe Klein - Mittelgroß
Gewicht Katze/ Kater 2,5-4,5kg / 3,5-6,5kg
Lebenserwartung 15-17 Jahre
Körperbau Kräftig und trotzdem schlank, mit kurzen Beinen
Fellfarben Weiß und weiß mit gefärbten Haarspitzen in blau, rot, flieder, zimt, chocolat und schwarz
Besonderheiten im Erscheinungsbild Erbe der Chinchilla Perser, daher ist der Grundton des Fells immer silbrig weiß
Rassetyp Kurzhaarrasse
Herkunftsland Großbritanien
Anerkannte Katzenrasse von TICA,FiFe
Typische Rassekrankheiten nicht bekannt

Das Wesen der Burmilla

Wesen

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Die Burmilla ist nicht nur optisch ein gelungener Mix aus Burma und Chinchilla-Perser sondern auch in ihrem Wesen. Sie vereint die ausgeglichene, verschmuste und anhängliche Art des Persers mit dem verspielten und energischen Temperament der Burma Katze. Sie ist sehr menschenbezogen und anhänglich wie ein Hund. Gleich ihrer Burma Vorfahrin erzählt sie gerne und kann sich zu einem wahren Plappermäulchen entwickeln. Sie besitzt einen ausgeprägten Gemeinschaftssinn, welchen sie mit Vergnügen beim Spielen mit einem tierischen Partner zur Schau stellt.

Die menschenbezogene Burmilla braucht viel Zuwendung und Aufmerksamkeit. Am wohlsten fühlt sie sich bei älteren Menschen, die viel Zeit haben und sich ausgiebig mit ihr beschäftigen. Wer berufstätig ist, sollte sich lieber für eine eigenständigere Katzenrasse entscheiden. Wegen ihrem ausgeprägten Gemeinschaftssinn, bietet sich eine Zweitkatze gerade so an. Gemeinsam können die Burmesen ihren Bewegungsdrang und Spieltrieb erst richtig ausleben.

Ob in der Wohnung oder im Freien, die Burmilla fühlt sich überall wohl, solange ihr Herrchen in der Nähe ist. Da die Burmilla eine direkte Nachfahrin des witterungsempfindlichen Persers ist, sollte der Freigang bei kaltem Wetter eingeschränkt werden, da sie eventuell empfindlich auf die kalten Temperaturen reagieren kann. Um die Rassekatze vor Unfällen und Kämpfen mit anderen Tieren zu schützen, ist ein Freigang unter Beobachtung ratsam.

Aussehen

Burmillas sind kleine Katzen – mit dem mittelschlanken aber kräftigen Körperbau einer Burmakatze und dem silbrig schimmernden Fell eines Chinchilla -Persers. Männliche Tiere erreichen ein durchschnittliches Maximalgewicht von 3,5 bis 6,5kg. Eine Kätzin wiegt in der Regel nur 1kg weniger als ein Kater. Zudem weisen Kater die sogenannten Katerbacken auf.

Burmillas haben stämmige Beine, wobei die Hinterbeine ein Stück länger als die Vorderbeine sind. Ihr Kopf gleicht einer sanft gedrungenen Keilform. Ein kräftiges Kinn, eine gedrungene Schnauze, eine kurz Nase mit Stop und leicht schräg gestellte, große Augen formen das ausdrucksvolle Gesicht der Burmilla. Besonders hübsch ist die dunkle Umrahmung der Augen, die im Kontrast zu dem hellen Fell steht. Fast scheint es, als würden ihre grünen oder bernsteinfarbenen Augen grell aufleuchten.

Das weiße Fell im Chinchilla-Look verdankt die Burmilla ihrem Stammvater Sanquist. Wie bei ihm, sind die Haarspitzen grau gefärbt (Agouti-Look). Diese Mischung verleiht ihrem Fell einen silbrigen und eleganten Schimmer. Dementgegen ist ihr kurzes Fell ein Erbe der Burmakatze Faberge.

Farben und Fellzeichnungen

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Die Grundfellfarbe der Burmilla ist weiß. Lediglich die Haarspitzen sind in schwarz (black), blau (blue), schokolade (chocolate), flieder (lilac), zimt (cinnamon), rehbraun (fawn), creme (cream) oder rot (red) gefärbt. Alle anerkannten Fellfarben werden in zwei Kategorien eingeteilt, wobei die erste Gruppe auf den Haarspitzen-Farben ohne Rotanteil aufbaut (schwarz, blau, schokolade, flieder, zimt oder rehbraun). Hier wird das Aussehen des Fells von der Fellgrundfarbe (weiß) in Zusammenspiel mit einer der Haarspitzen-Farben geprägt.

Die zweite Kategorie ist den Farben mit Rotanteil vorbehalten. Katzen dieser Gruppe sind dreifarbig. Neben der Haarspitzen-Farbe in schwarz, blau, schokolade, flieder, zimt oder rehbraun und dem weißen Grundfell, ist zusätzlich eine Creme- oder Rot-Färbung vorhanden. Diese Mischung wird auch als Schildpadmuster (Tortie) bezeichnet und kommt genetisch bedingt nur bei weiblichen Tieren vor.
Beide Kategorien sind in den jeweiligen Varianten Chinchilla (Shell) oder Silber Schattiert (Silver Shaded) möglich. Bei Katzen in Shell ist das oberste Achtel des Haares eingefärbt, wohingegen ein Fünftel der Haarspitzen bei der Silver Shaded Variante pigmentiert ist.

Bilder der Burmilla

Geschichte und Herkunft

Die Burmilla ist eine junge Rasse, die zufällig 1981 in London (Großbritannien) entstand. Im Haus der Baroness Miranda Bickford-Smith, die eine Burma-Katze (Faberge) und einen Chinchilla-Perser-Kater (Sanquist) beherbergte, ereignete sich eine wahre Katzen-Romanze, die Shakespeares „Romeo und Julia“ in nichts nachstand. Das bezaubernde lilacfarbene Burmamädchen war eigentlich einem anderen – einem Ihresgleichen – Burma-Kater vorbehalten. Die Baroness trennte die beiden Katzen voneinander, doch ein Zufall sollte sie wieder vereinen. So geschah es, dass eine Hausdame vergaß, die Tür hinter sich zu schließen. Wenige Wochen später erblickten wunderschöne silberfarbene Kätzchen das Licht der Welt. Die Baroness erkannte sofort, dass die Kleinen einzigartig waren und würdigte sie mit der Bezeichnung „Burmilla“, – abgeleitet von den Rassenamen der Elterntiere – Burma und Chinchilla. Im Gegensatz zu dem tragischen Ende Romeos und Julias, hatte die kleine Katzen-Romanze ein glückliches Ende, denn die Nachfahren von Faberge und Sanquist ebneten den Weg der Burmilla-Zucht. Seit 1996 wird die Burmilla von der FiFe als eigenständige Rasse anerkannt.

Hinweise zur Haltung der Burmilla

Manch einer würde vielleicht glauben, Katze wäre gleich Katze und das Zusammenleben mit diesen selbständigen Raubtieren leicht, solange sie genügend zu fressen und ein paar Streicheleinheiten und Freigang bekommen. Doch auch bei den Katzenrassen gibt es viele verschiedene Charaktereigenschaften: manche sind freiheitsliebender als andere und brauchen unbedingt Freigang, manche sind eher gemütliche Einzelgänger.
Es kommt also auch bei unseren Stubentigern auf das einzelne Lebewesen an. Denn nicht alle rotgetigerten Katzen sind wilde freiheitsliebende Rabauken und nicht jede Maine Coon ist freundlich und verspielt. Bei einer reinen Wohnungshaltung sollte unbedingt für ausreichend Abwechslung gesorgt werden. Wenn es irgendwie möglich ist, ist es für fast jede Katze besser, wenn ein weiterer tierischer Spielgefährte aufgenommen wird.
Damit es harmonisch zugeht und Probleme wie die einer Unsauberkeit gar nicht erst entstehen, solltest du vor der Anschaffung einer Katze diesen Ratgeber lesen:

 

Weiterführende Informationen:

Außerdem haben wir in den folgenden Rubriken zahlreiche Artikel und Ratgeber gesammelt, die dir bei verschiedenen Fragestellungen helfen können.

Pflege

Generell ist eine wöchentliche Pflege des Kurzhaarfells ausreichend. Allerdings lieben die Burmillas die kuschligen und sanften Pflegeeinheiten über alles. Es darf also öfters gekämmt und gebürstet werden. Massage- oder Gumminoppenbürsten sind ideale „Verwöhn“- Accessoires für Kurzhaarkatzen. Ein Metallkamm mit etwas enger stehenden, abgerundeten Zinken hilft lose Haare aus dem weichen Fell zu entfernen.

Während der Fellwechselzeit sollte die Fellpflege intensiviert werden. Dabei werden abgestorbene Haare zeitnah entfernt und können nicht mehr von der Katze selbst verschluckt werden (beugt Haarballen vor).

 

Damit das Fell seine seidige Struktur behält, sollte auf eine ausgewogene Ernährung geachtet werden. Mangelernährte Katzen entwickeln oft stumpfes Fell, welches zu Knoten und Verfilzungen neigt. Sollten sich trotz guter Pflege doch einmal Knoten bilden, dann dürfen diese keinesfalls mit einer handelsüblichen Schere herausgeschnitten werden – viel zu groß wäre die Verletzungsgefahr. Empfehlenswert sind spezielle Entfilzungskämme mit integrierten Klingen, die den Knoten behutsam und sicher lösen. Auch die Krallen-, Ohren- und Zahnpflege ist notwendig. Entsprechende Pflegetechniken können mit dem behandelnden Tierarzt abgesprochen werden.

Gesundheit

Da die Burmilla eine noch sehr unbekannte Katzenrasse ist und es bisher nur wenige erfahrene Züchter gibt, können keine genauen Aussagen über die Gesundheit der Rasse getroffen werden. Sicher ist, dass sie wie alle Rassekatzen an erblich bedingten Leiden erkranken kann. Generell sollte, um das Immunsystem der Katze zu unterstützen, auf eine katzengerechte und ausgewogene Ernährung geachtet werden. Fettleibigkeit gilt dabei als die größte und gefährlichste Folge falscher Ernährung. Hochwertiges Katzenfutter bietet alle notwendigen Nährstoffe, Mineralien und Vitamine, die eine Katze benötigt.

Wichtig ist auch die jährliche Kontrolle beim Tierarzt und die damit verbundenen Impfungen gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche. Freigänger-Katzen sollten zudem gegen Tollwut und Leukose geimpft werden.

Versicherungen

Katzen sagt man nach, sie hätten neun Leben und würden immer auf ihre Füße fallen. Es mag auch stimmen, dass der Großteil unserer Stubentiger sehr robust ist. Dennoch kommen auch auf Katzenbesitzer regelmäßige Tierarztkosten für Impfungen und Wurmkuren bei Freigängern zu. Und auch wenn Knochenbrüche vielleicht seltener zu behandeln sind als bei einem Hund, können Katzen krank werden. Ob sich eine Krankenversicherung für deine Fellnase lohnt, kann dir im Vorfeld natürlich niemand sagen. Sicherlich kannst du auch jeden Monat selber etwas Geld für den Fall der Fälle zurück legen. Solltest du dir doch Gedanken über eine Kranken- oder OP-Versicherung für deinen Liebling machen, dann findest du in diesem Ratgeber hilfreiche Informationen:

 

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Wie ist das mit Dir?

Hast Du Dein Leben schon einmal mit einer Burmilla geteilt?

Wir freuen uns wie immer über jeden Kommentar!

Bildcredit: (c) kasjamba - Fotolia.com

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2 Comments

  1. Können bei einer weißen Burmilla die Augen blau bleiben, wodurch sie durch diesen
    ?Fehler taub ist? Wir haben diese Katze aus dem Tierheim.

  2. Hallo,
    eine reinrassige Burmilla hat grüne oder bei bestimmten Fellfarben bernsteinfarbene Augen. Andere Augenfarben schließen sie aus der Zucht aus. Allerdings sind Burmilla auch keine wirklich rein weißen Katzen. Vielmehr sind sie weiß mit farbigen Spitzen.

    Es stimmt aber, dass wirklich reinweiße Katzen mit blauen Augen taub sein können. Denn ganz vereinfacht gesagt bedingen die Gene für reinweißes Fell und blaue Augen auch eine Taubheit. (Für tiefergehende Informationen empfehle ich diese Webseite: katzengenetik.com)

    Insofern vermute ich, dass Eure Katze keine reinrassige Burmilla ist, was ihrer Liebenswürdigkeit allerdings keinen Abbruch tut :-)

    Liebe Grüße
    Steffi

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