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Die typvolle Norwegische Waldkatze zählt zu den halblanghaarigen Naturrassen. Bereits die alten Germanen konnten sich ihrem Bann nicht entziehen. [Artikel lesen]

Steckbrief Norwegische Waldkatze (Norweger)

Einzelheiten zur Norwegische Waldkatze (Norweger)
Größe mittelgroß bis groß
Gewicht Katze/ Kater 3.5-6kg / 5-9kg
Lebenserwartung 13-18 Jahre
Körperbau Lang mit kräftigem Knochenbau
Fellfarben Alle Farben sind zugelassen, inklusive aller Farben mit Weiß, mit Ausnahme von Pointed-Abzeichen, Chocolate und Lilac, Cinnamon und Fawn.
Besonderheiten im Erscheinungsbild Nur die Norwegische Waldkatze gibt es in der anerkannten Farbe Amber
Rassetyp Naturrasse
Herkunftsland Norwegen
Anerkannte Katzenrasse von TICA, WCF, GCCF, FIFE
Typische Rassekrankheiten Es treten häufiger Fälle von Hüftdysplasie auf, seriöse Züchter beugen dem vor.

Das Wesen der Norwegischen Waldkatze

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In ihrem Wesen vereint sich die Unabhängigkeit einer Naturrasse mit dem sanften Temperament eines Stubentigers. Sie ist eine „treue Seele“, die ihre Familie beschützt und liebt. Ihr umgängliches Naturell macht sie zu einer vorbildlichen Familienkatze. Sie versteht sich bestens mit Hunden, Katzen und Kindern, solange sie würdevoll behandelt wird. Überaus aktives Verhalten oder gar Aggressionen sucht man bei ihr vergebens.

Aussehen

Das raue Klima ihrer ursprünglichen Heimat ist mit Sicherheit ein Grund für ihren robusten Körperbau und ihr üppiges Fell. Auf dieser Weise dient ihr halblanger Mantel, der sich aus dichter Unterwolle, wasserabweisenden Deckhaar und langen Grannenhaar bildet, als natürlicher Witterungsschutz. Der Körper der Katze ist muskulös und wird von langen Beinen getragen. Wie bei allen Naturrassen ist ihr Kopf dreieckig geformt. Die Ohren sind oben aufgesetzt und werden von Haarpinseln geschmückt. Im Gegenteil zu ihrem Sommerfell, ist ihr Winterfell deutlich dichter, der Schwanz buschiger und die typische „Halskrause“ ausgeprägter. Neben der Maine Coon und der Ragdoll gehört sie zu den größten Rassekatzen. Eine Norwegische Waldkatze benötigt jedoch viel Zeit zum wachsen. So kann es durchaus bis zum vierten Lebensjahr dauern, eh sie ihre volle Größe erreicht.

In der Vielfalt der Haarkleider sind keine Grenzen gesetzt. Anerkannt sind alle Farben und Zeichnungen, mit Ausnahme von Points, Cinnamon, Chocolate, Lilac und Fawn. Vorherrschend sind getigerte oder schwarze Katzen, mit weißen Pfoten – auch weiße Handschuhe genannt. Die Fellfarbe der Norweger Katzen kann sich, je nach Jahreszeit, aufhellen oder verdunkeln.

Bilder von Norwegische Waldkatze

Geschichte und Herkunft

Die Norwegische Waldkatze (Norsk Skogkatt) ist eine sehr alte Rasse, die bereits zur Zeit der Wikinger durch die Wälder Skandinaviens streifte. In der altnordischen Kultur und Mythologie findet man zahlreiche Beweise für ihre Anwesenheit unter den Menschen. So wurde sie zum Beispiel auf historischen Münzen abgebildet.
Es wird angenommen, dass die Wikinger die Katze als Rattenfänger auf ihren Reisen über das Meer mitnahmen. Besonders aber bei den Bauern war sie ein willkommener Gast, der Haus und Hof von lästigen Nagetieren befreite. Es sollten jedoch tausende Jahre dauern, bis sie schließlich im Jahr 1972 als eigenständige Rasse anerkannt wurde. Heute zählt sie, aufgrund ihrer Entstehung ohne gezielte Zucht, zu den Naturrassen.

Interessantes und Wissenswertes

Literaturtipps

Letzte Aktualisierung am 7.12.2021 / Bei den Verlinkungen handelt es sich um Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Hinweise zur Haltung der Norwegischen Waldkatze

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Es spricht nichts dagegen, die Norweger Katze in ländlichen Regionen als Freigänger zu halten. In dicht besiedelten und verkehrsreichen Regionen, sollte sie jedoch ausschließlich in der Wohnung gehalten werden. Zwänge die Norwegische Waldkatze nicht in ein zu kleines Zimmer. Biete ihr stattdessen die Möglichkeit, sich frei in einer weitläufigen Wohnung zu bewegen. Halte die Türen offen und besorge einen raumhohen Kratzbaum, von dem aus sie alles beobachten kann.

Allgemeines

Manch einer würde vielleicht glauben, Katze wäre gleich Katze und das Zusammenleben mit diesen selbständigen Raubtieren leicht, solange sie genügend zu fressen und ein paar Streicheleinheiten und Freigang bekommen. Doch auch bei den Katzenrassen gibt es viele verschiedene Charaktereigenschaften: manche sind freiheitsliebender als andere und brauchen unbedingt Freigang, manche sind eher gemütliche Einzelgänger.

Es kommt also auch bei unseren Stubentigern auf das einzelne Lebewesen an. Denn nicht alle rotgetigerten Katzen sind wilde freiheitsliebende Rabauken und nicht jede Maine Coon ist freundlich und verspielt. Bei einer reinen Wohnungshaltung sollte unbedingt für ausreichend Abwechslung gesorgt werden. Wenn es irgendwie möglich ist, ist es für fast jede Katze besser, wenn ein weiterer tierischer Spielgefährte aufgenommen wird.

Damit es harmonisch zugeht und Probleme wie die einer Unsauberkeit gar nicht erst entstehen, solltest du vor der Anschaffung einer Katze diesen Ratgeber lesen:

 

Weiterführende Informationen:

Außerdem haben wir in den folgenden Rubriken zahlreiche Artikel und Ratgeber gesammelt, die dir bei verschiedenen Fragestellungen helfen können.

Pflege

Man möchte annehmen, dass die Pflege einer Norwegischen Waldkatze aufwändig ist. Tatsächlich gehört sie aber zu den Rassen, die sich selbst am besten versorgen können. Ungeachtet dessen ist es ratsam, ihr dichtes Fell ein bis zwei Mal wöchentlich zu kämmen. So reduzierst du lästige Katzenhaare in deinem Umfeld. Garantiere stets die Grundversorgung! Während der Fellwechselzeit sollte die Fellpflege intensiviert werden. Dabei werden abgestorbene Haare zeitnah entfernt und können nicht mehr von der Katze selbst verschluckt werden (beugt Haarballen vor).

 

Damit das Fell seine seidige Struktur behält, sollte auf eine ausgewogene Ernährung geachtet werden. Mangelernährte Katzen entwickeln oft stumpfes Fell, welches zu Knoten und Verfilzungen neigt. Sollten sich trotz guter Pflege doch einmal Knoten bilden, dann dürfen diese keinesfalls mit einer handelsüblichen Schere herausgeschnitten werden – viel zu groß wäre die Verletzungsgefahr. Empfehlenswert sind spezielle Entfilzungskämme mit integrierten Klingen, die den Knoten behutsam und sicher lösen.

Gesundheit

Schlechtes Wetter ist für die robuste Katze kein Grund um sich vor dem Kamin zu aalen. Die langen Jahre in freier Wildnis haben die Rasse abgehärtet. Dennoch kommt es auch bei dieser Rassekatze zu Krankheiten. Die bekanntesten Erkrankungen sind die Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM), Hüftdysplasie und Glykogenosen Typ IV.

Wichtig für ein kraftvolles Immunsystem und ein langes und zufriedenes Katzenleben ist eine artgerechte und ausgewogene Ernährung der Katze. Fettleibigkeit gilt dabei als die größte und gefährlichste Folge falscher Ernährung. Wichtig ist auch die jährliche Kontrolle beim Tierarzt und die damit verbundenen Impfungen gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche. Freigänger-Katzen sollten zudem gegen Tollwut und Leukose geimpft werden. Sollten dir anormale Änderungen im Verhalten oder Aussehen deines Stubentigers auffallen, kontaktiere bitte umgehend deinen Tierarzt.

Versicherungen

Katzen sagt man nach, sie hätten neun Leben und würden immer auf ihre Füße fallen. Es mag auch stimmen, dass der Großteil unserer Stubentiger sehr robust ist. Dennoch kommen auch auf Katzenbesitzer regelmäßige Tierarztkosten für Impfungen und Wurmkuren bei Freigängern zu. Und auch wenn Knochenbrüche vielleicht seltener zu behandeln sind als bei einem Hund, können Katzen krank werden.

Ob sich eine Krankenversicherung für deine Fellnase lohnt, kann dir im Vorfeld natürlich niemand sagen. Sicherlich kannst du auch jeden Monat selber etwas Geld für den Fall der Fälle zurück legen. Solltest du dir doch Gedanken über eine Kranken- oder OP-Versicherung für deinen Liebling machen, dann findest du in diesem Ratgeber hilfreiche Informationen:

 

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Wie ist das mit Dir?

Hast Du Dein Leben schon einmal mit einer Norwegischen Waldkatze geteilt?

Wir freuen uns wie immer über jeden Kommentar!

Bildcredit: (c) raspirator - depositphotos.com

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